Posted on

Besonderheiten des Druckluftspeicherkraftwerks

Die eingeläutete Energiewende steht vor einer großen Belastung. Die Entwicklung von Stromspeichern stockt und auf den effizienten Druckluftspeicher müssen die Verbraucher noch einige zeit warten. Zwar hat der Energieversorger RWE ein Projekt in das Leben gerufen. Mit dem Projekt Adele soll ein leistungsfähiger Druckluftspeicher entwickelt werden. Das Projekt verzögert sich leider. Zum einen sind die hohen Kosten und die werden auf rund 10 Millionen Euro veranschlagt. Aber auch von Ergebnissen ist der Anbieter bei diesem Projekt meilenweit entfernt. Mit den Bauarbeiten sollte 2012 begonnen werden aber jetzt wird es erst ab 2015, eventuell.

Aktuell gibt es nur zwei Druckluftspeicherkraftwerke eines davon wird in Deutschland betrieben und das andere in den USA. Aber dort sind weitere Anlagen geplant.

In Elsfleth-Huntorf wird seit 1978 ein 290-MW-Kraftwerk betrieben. Es ist das erste seiner Art und erreicht einen Wirkungsgrad von 42 Prozent. Das zweite Kraftwerk wurde 1991 in McIntosh in den USA errichtet. Dieses 110-MV-Kraftwerk erreicht einen Wirkungsgrad von 54 Prozent.

Was ist eigentlich ein Druckluftspeicherkraftwerk?

Ein Druckluftspeicherkraftwerk ist ein Gasturbinenkraftwerk das die Energie als Speicher nutzt. Dazu wird diese Luft komprimiert und wird als Spitzenlaststrom bereitgestellt. Steht genügend Strom zur Verfügung, dann wird die Luft in einem Druckluftspeicher verdichtet. Bei einem hohen Stromverbrauch also zu Spitzenlastzeiten wird mit der Druckluft eine Turbine betrieben. Diese Turbine treibt einen Generator an und so wird der Spitzlaststrom erzeugt.

Druckluftspeicherkraftwerke werden auch als Druckluftspeicher-Gasturbinen-Kraftwerke bezeichnet. Die englische Bezeichnung lautet: Compressed Air Energy Storage als CAES-Kraftwerke.

Die Windstromerzeugung und der weitere Ausbau besitzen in Deutschland oberste Priorität. So besteht der Bedarf an schnell regelbaren Kraftwerken, um auf das fluktuierende Stromangebot zu reagieren. Diese Spitzenleistungskraftwerke besitzen, das geeignete Potenzial um diesen Anspruch gerecht zu werden. Allerdings gibt es bei den meteorologischen Prognosewerten Unsicherheiten aber mit diesen Kraftwerken kann darauf besonders gut reagiert werden.

Das Potenzial für geeignete Pumpspeicherkraftwerke ist in geografisch begrenzt und fast ausgeschöpft. Somit sind Druckluftspeicherkraftwerke eine gute Alternative für die zukünftige Stromversorgung Deutschlands. Es werden unterirdische Kavernen verwendet als Druckluftspeicher und diese besitzen den Vorteil, das sie nur einen geringen oberirdischen Flächenbedarf benötigen.

Ein weiterer Pluspunkt von dem Druckluftspeicher ist, dass diese in Küstennahe und somit in unmittelbarer Nähe zu den Offshore-Windparks entstehen können. Damit werden auch die Stromnetztrassen reduziert. Die Wirkungsgrade der heute betriebenen Druckluftspeicherkraftwerke liegen bei etwa 50 Prozent. Wird die Weiterentwicklung dieser Technologie weiter vorangetrieben, dann sind Wirkungsgrade von 70 bis zu 75 Prozent möglich.